11.12.2013 Gesprächstermin mit Staatssekretär Gothe

Heute am 11.12.2013 fand das von uns durch die gestrige Aktion erreichte Gespräch mit dem Staatssekretär für Bauen und Wohnen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Herr Gothe statt.
Anwesend waren jeweils zwei Vertreter*innen der Wagengruppen Schwarzer Kanal und Rummelplatz, sowie Herr Gothe und seine persönliche Referentin Frau Sahin.

Das Gespräch verlief in sehr entspannter Atmosphäre, wenn auch die vorherzusehenden Meinungs- und Interessenverschiedenheiten nicht beigelegt werden konnten.
So meinte Herr Gothe zum Beispiel, dass es ja wohl eine Frage der Gerechtigkeit sei, ob auf einem Gelände (hier ging es um die Friedensstraße und den Verbleib dort) von 15 Wagenbewohner*innen oder 45 Mietparteien genutzt werde. Darüber können wir nur lachen, denn sollte es doch klar sein, das in einer vielfältigen Stadt auch alternative Wohnformen Platz haben müssen und wir sicher nicht daran Schuld sind das die meisten freistehenden Gelände mit teuren Luxuslofts und Bürogebäuden bebaut werden. Leider scheint es, dass eine Diskussion auf dieser Ebene leider unbefriedigend bleiben wird. Nichts desto trotz konnten wir unsere Standpunkte verdeutlichen und vor allem auf eine drohende Zwangsräumung im Winter hinweisen.

Auch der Scharze Kanal erklärte warum für sie, als unkommerzielles Projekt eine Mieterhöhung um das vierfache nicht tragbar ist. Herr Gothe sicherte zu, nach dem er einige halbherzige Vorschläge zur Lösung des Problems (Förderung durch Stiftung, usw.) gemacht hatte, sich mit Frau Möring, der Geschäftsführerin des Liegenschaftsfonds, auseinanderzusetzen.

Auch den Vertreter*innen des Rummelplatzes wurden Zusagen gemacht.
Zum Einen wolle er bei Verantwortlichen der Wohnungsbau Mitte, die auf dem jetzigen Gelände der Wagenburg bauen will, über deren Planungsstand und eventuellen Baubeginn nachhaken.
Zum Anderen aber auch mit Frau Möring über eine bevorstehende Räumung sprechen.
Hinzukommend versicherte die Referentin, dass von uns benannte und für uns geeignete Senatsgelände geprüft werden.

Für uns ist das Gespräch ganz positiv verlaufen und es bleibt abzuwarten, was sich aus den von uns an Herrn Gothe gestellten Fragen und Forderungen ergibt. Natürlich ist uns bewusst, dass viel Blabla dabei war und wir werden uns nie auf die Zusicherungen und Versprechungen von Politiker*innen verlassen.
Sollten die Ergebnisse die diesem ersten Gespräch folgen für uns nicht zufriedenstellend sein, wissen wir ja spätestens seit gestern, dass weitere Gesprächstermine mit der nötigen Solidarität möglich sind.

Für ein selbstbestimmtes leben

wo und wie wir wollen.

Wagengruppe Rummelplatz