Access all areas!!!

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    Kurzer Bericht über die Wagendemo/ Parade in Berlin.

Etwa 50-100 Personen mit ca. 20 Bussen und LKW folgten dem Aufruf zur Wagendemo/ Parade gegen kapitalistische Stadtumstruckturierung und Gentrifizierung. Die geringe Teilnehmer_Innenzahl lässt sich wahrscheinlich mit der recht kurzfristigen Mobilisierung und der vorangehenden Demonstration in Neukölln gegen Polizeigewalt, Nazis und Faschisten erklären.
Die Demo startete etwa 15:45Uhr in der Persiusstraße, nähe des Ostkreuzes, gegenüber vom FIPS. In gemütlicher Schrittgeschwindigkeit, mit Parolen und unter Hupkonzerten ging es mit Soundwagen quer durch den Friedrichhainer Kiez. Im Live-Set vom Soundwagen wurden neben Video- Live- Projektionen Redebeiträge u.a. aus Wien, München und Freiburg eingebaut. An den Toren der an der Strecke liegenden Wagenplätze „Laster & Hänger“ und „Convoi“ gab es Aufwärmmöglichkeiten in Form von Glühwein und Feuertonnen. Es wurden zahlreiche Flugblätter am Rande der Demo verteilt und es kam zu einzelnen Gesprächen mit Passant_Innen.
Nach etwa dreistündiger „Fahrt“ endete die Demo/ Parade auf dem alten Schlachthofgelände zwischen Townhouses, Kaufland und Stadler. Es gab noch etwa eine Stunde Musik mit Glühwein bis die Bullen, die sich an diesem Tag bis dahin zurückgehalten hatten, die Veranstaltung, die bis 22 Uhr angemeldet war, kurzerhand für beendet erklärten.
Alles in Allem war es trotz weniger Teilnehmer_Innen eine nette Demo mit guter Stimmung, lauten Beats und kreativen Transparenten- Sprüchen.

Letzte Vorbereitungen…
Letzte Vorbereitungen... Modersohn Brücke
Modersohn Brücke
Transpis#01 Transpis#02
Transpis#01 Transpis#02
Transpis#03 ... is a Soundsystem
Transpis#03 … is a Soundsystem
Front Mob
Front Rigaerstrassen Mob

Nachfolgend der Redebeitrag der Wagengruppe „Rummelplatz“:

Hallo liebe Anwohner_Innen, Sympathisant_Innen, Freundinnen und Freunde,

wir heißen euch willkommen zum Aktionstag gegen kapitalistische Stadtentwicklung und Gentrifizierung.Trotz des beschissenen Wetters wollen wir unseren Protest heute erneut auf die Straße bringen. Für viele scheint es vielleicht die alte Leier zu sein, jedoch ist die soziale Lage hier in Berlin und in den meisten anderen Städten nicht besser geworden. Im Gegenteil: Die Mieten steigen unaufhörlich, die Kieze werden angeblich „aufgewertet“. Diese Rechnung wird jedoch ohne Berücksichtigung der langjährigen Bewohnerschaft gemacht. Immer mehr Menschen und Projekte sehen sich in ihrer Existenz bedroht oder sind gar schon aus der Innenstadt verdrängt worden. Der alltägliche Konkurrenzkampf, die Hürden und Grenzen, vor denen sich manch eineR sieht, tragen dabei nicht zur Besserung der Lage von vielen Betroffenen bei. Es ist offensichtlich: die Kluft zwischen Oben und Unten wird immer größer und deutlicher.

Wir als Wagengruppe sehen es als wichtig an, gemeinsam und solidarisch gegen die herrschenden Verhältnisse zu kämpfen. Ob als Hausprojekt, Wagenplatz, Politgruppe, Wohngemeinschaft oder Einzelperson: um der kapitalistischen Verwertungslogik entgegentreten zu können, müssen wir gemeinsam zeigen, was wir vom herrschenden System halten und dass ein anderes Leben möglich ist. Dazu gehört auch sich nicht durch profitgierige Investor_Innen und Politiker_Innen vertreiben zu lassen, Widerstand zu leisten und sich solidarisch miteinander zu zeigen.

Die Wagengruppe „Rummelplatz“ bezog im Oktober 2010 ein Gelände in der Nöldnerstraße 13 in Lichtenberg, nachdem über ein halbes Jahr lang Gespräche und Verhandlungen mit Bezirkspolitiker_Innen und privaten Grundstücksinhaber_Innen geführt wurden. Zu dem Pachtverhältnis kam es letztendlich zwar unerwartet, jedoch gerade rechtzeitig vor Wintereinbruch. Im Oktober diesen Jahres erreichte die Bewohner_Innen des „Rummelplatzes“ die Kündigung des Pachtvertrages durch die mitlerweile zuständige Zwangsverwaltung „Wutzke und Förster“. Die Bewohner_Innen entschieden sich, das Gelände zu verlassen und mit ihrem weiteren Vorgehen die Problematik um Wagenplätze in die Öffentlichkeit zu tragen. Es kam zu der Besetzung der Hauptstraße 3 in Rummelsburg. Dadurch sollte eine Basis für die öffentliche Diskussion und für weitere Verhandlungen geschaffen werden. Es kam zu zahlreichen Gesprächen mit Lichtenberger Bezirkspolitiker_Innen und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Nach etwa einer Woche Besetzung, Gesprächsversuchen und Warten stand fest: der Bezirk Lichtenberg werde keine bezirkseigenen Grundstücke für Wagenplätze oder andere kulturellen Projekte zur Verfügung stellen. Aus der Senatsverwaltung hieß es, es wurde eine politische Entscheidung getroffen. Diese sah die umgehende Räumung des besetzten Geländes in der Hauptstraße 3 vor. Da der Dialog von Senatsseite abgebrochen wurde und eine polizeiliche Räumung drohte, entschieden die Besetzer_Innen am 8.12. die Besetzung abzubrechen. Ein Verbleiben auf dem Gelände hätte womöglich unnötige Repressionen nach sich gezogen.
Mittlerweile steht der Rummelplatz seit über einer Woche auf der Straße. Aktuell wird mit dem Bezirk Friedrichshain über Gelände für eine zweckmäßige Nutzung als Wagenplatz gesprochen. Aus dem Büro des Bezirksbürgermeisters Franz Schulz heißt es, aktuell werde noch auf Antworten von privaten Grundstücksinhaber_Innen gewartet. Ob dies zu einer konstruktiven Lösung führt oder lediglich eine Hinhaltetaktik ist, wird sich zeigen. Die Warteposition, in der wir uns aktuell befinden und das Wohnen an der Straße ist für uns auf Dauer jedoch kein aktzeptabler Zustand. Bei den aktuell geführten Gesprächen geht es ebenfalls lediglich um eine Zwischennutzung. Sollte sich dabei ein Stellplatz für die Bewohner_Innen des Rummelplatz ergeben, ist dies als vorübergehende Lösung zu verstehen. Ein Abschieben der Angelegenheit auf private Ebene werden wir als Verantwortungsentziehung Seitens der Politik deuten und nicht akzeptieren, erst recht nicht vor der Tatsache, dass zahlreiche Baugrundstücke in Berlin brach liegen und darauf warten für höchst möglichen Profit veräußert zu werden. Wir fordern eine politische Lösung, die das Wagenleben nicht kriminalisiert, sondern es als Teil einer politisch kritischen Bewegung in der Gesellschaft akzeptiert.

Zwar geht es uns aktuell nicht zu Letzt um unseren Wohnraum, jedoch geht es gleichzeitig auch um einen Freiraum. Einen Freiraum wie viele andere, der selbstorganisiert, unkommerziell, emazipatorisch, und solidarisch gestaltet wird. Für diese Freiräume werden wir immer kämpfen. Ob als Hausprojekt, Wagenplatz oder sonstwas.

Wir sind die Rote Flora, das Zomia, die Wagentruppe Treibstoff, Kommando Rhino, die Schattenparker, der Wagenplatz Scheffelstraße und die Rigaer 94. Der Schwarze Kanal, Convoi, Laster und Hänger und die Liebig 34. Die HarzIV- Empfängerin, der Penner, die Nachbarin, der illegalisierte Asylsuchende und die Gefangenen. Wir sind aber auch die Rigaer Straße 84, die Liebig 14 und die Brunnen 183. Die Yorck59, das Ungdomshuset, Bambule, die Mainzer Straße und viele weitere mehr!
Wir sind keine Randerscheinung! Wir sind freie Menschen, die leben wollen wo und wie sie wollen und wir bleiben alle!!!

Für ein ganz anderes Ganzes! Kampf dem Kapitalismus!

Solidarische Grüße,
Wagengruppe Rummelplatz.

Nachfolgend die Solidaritätsbekundungen und Redebeiträge von anderen Wagenplätzen:

    -Wagentruppe Treibstoff, Wien

Wir, der Wagenplatz Treibstoff aus Wien, sind Ende Oktober wieder einmal ungewollt weiter gezogen. Auf Grund eines Baubeginns, eines weiteren, in Wien wirklich dringend benötigten, Büro-/Wohnkomplexes in der Ausstellungsstraße waren wir gezwungen das alte Gelände endgültig zu
verlassen. Bis heute gibt es diese Baustelle allerdings noch nicht, statt dessen stehen jetzt irgendwelche Lieferwägen für einen Weihnachtsmarkt am
Gelände.

Am selben Tag wurde ein Gelände in der Kriau besetzt und die Zukunft für unser Projekt und einen gesicherten Stellplatz für den Winter ist bis
jetzt ungewiss. Allerdings scheint es so, dass wir, zumindest über den Winter, hier geduldet werden. Ursache für unser Situation ist aber nicht, dass es keine passenden Grundstücke geben würde. Grund sind repressive Baurechtsbestimmungen und die fehlende Gesprächsbereitschaft
sowie fehlendes Interesse der Stadtregierung, die uns wenig Ausweichmöglichkeiten lassen. Teile der Regierung glauben, dass sich das Wagenleben in Wien nur auf einen einzigen Platz in der Lobau beschränken lassen würde und wollen uns alle an den Stadtrand drängen. Deshalb sind wir auf privat VermieterInnen und deren Wohlwollen angewiesen, wenn wir einen Platz für unser Zuhause finden wollen. Wir werden trotzdem weder aus der Stadt verschwinden noch uns auflösen, nicht durch Repressionen der rechten FPÖ, der Stadtregierung oder der Ignoranz gegenüber unserer Wohnform.

Für 1,2,…. 1000 Wagenplätze in Wien und überall.

    -Wagenplatz Stattpark OLGA, München

Wir der Wagenplatz Stattpark OLGA aus München, solidarisieren uns mit den Aktionstagen access to all areas.

Bei uns schaut es zur Zeit so aus, das wir eine Verlängerung unseres Mietvertrages bis Ende 2012 bekommen.

Aber wir machen uns nichts vor. In München wurden in letzter Zeit zahlreiche Projekte verdrängt, wie erst vor kurzem das Künstler- und Atelierquartier Haus 49 auf dem Domagkgelände.

Trotz des breit getragenen Protests wurden die Leute dort vertrieben.

Die Stadtplaner nehmen auf die Bedürfnisse und Wünsche der Besserverdienenden Rücksicht, die anderen fallen größtenteils untern Tisch. Dieses Haus ist nur eines von vielen Projekten welches der Verwertungslogik des Kapitals weichen mußte. Ausweichräume waren natürlich keine für diese Projekte vorgesehen.Aber auch in allen anderen Bereichen wird Stadtpolitik geprägt von diesem Denken. Mit Wohnraum wird rücksichtslos spekuliert, Wasser wird privatisiert, Menschen und Natur bis aufs letzte ausgebeutet. Selten hinterfragt jemand diesen Wahnsinn.

Wir sehen unsere OLGA sowie alle emanzipatorischen Freiräume als versuchten Bruch mit dem vorherrschendem kapitalistischen System. Denn nichts ist politischer als der Alltag.

Wir zeigen mit unseren Projekten, das es eine Alternative gibt, jenseits von Kommerz und Konsumzwang. Wir werden uns nicht unterkriegen lassen und werden immer neue Freiräume errichten. Es ist an uns, uns zu organisieren, uns zu vernetzen, denn von den Regierenden können wir keine Hilfe erwarten.

In diesem sinne Augen auf und durch

für mehr Freiräume

und ein ganz anderes ganzes

eure OLGA

    -Wagenplatz Schattenparker, Freiburg

Aktuelle Situation der Schattenparker und des Lebens im Wagen in Freiburg

Nach mehreren Monaten der Verhandlung mit der Stadt Freiburg kam es nun zu einem neuen Vertragsabschluss für das Übergangsgelände im Industriegebiet Nord. Weiterhin konnte leider keine nachhaltige und langfristige Lösung für uns bzw. das Wagenleben in Freiburg gefunden werden. Wir können acht Jahre bleiben uns sollen dann weg, wie es dann weitergehen soll steht in den Sternen.
Zwischen der Stadt Freiburg und Schattenparkern sollte laut altem Mietvertrag bereits 2007 eine langfristige Lösung erarbeitet werden, allerdings blockte die Stadtverwaltung jegliche Anfragen von seitens der Schattenparker ab!
Nach der Räumung von Kommando Rhino im August 2011 stehen viele Menschen auf der Straße und kämpfen weiterhin für einen Wagenplatz. Wie reagiert die Stadt? Sie gehen nicht in Gespräche und verhandeln!NEIN! Sie ließen seither bereits drei Wagen, welche am Straßenrand stehen durchsuchen!Drei Wohnungen von Menschen, welche anders wohnen als die Masse.
Ebenfalls benötigt die Wagengruppe ImBus ein Gelände auf dem sie endlich langfristig wohnen können. Nachdem sie eine private Lösung gefunden hatten und auch hier auf Grund politischer Inakzeptanz wieder gehen mussten, wurde wieder deutlich, welche Linie Städte fahren, wenn es um alternative Wohn- und Lebensformen geht.
Nun ein Beispiel wie mit Menschen umgegangen wird, die im Wagen wohnen:
Anlässlich des Papstbesuches 2011 in Freiburg wurde für den Wagenplatz Schattenparker eine Allgemeinverfügung zur Duldung von LKA, BundesPolizei, Zoll, BFE, Hundestaffel, französischer Gendarmerie, der Kantonspolizei Basel und Vertretern von Polizeirevier Nord, Süd und Herdern erlassen.

Um 8.00 Uhr morgens wurde von circa 150 Beamten rücksichtslos und ohne Vorankündigung in das Gelände gewaltsam eingedrungen, Türen von LKWs und Bauwagen aufgerissen und schlafende Menschen aus ihren Betten geholt. Ehe man sich versah wurde man schon gefilmt, Befragungen und Beleidigungen zur Wohnsituation, sowie anderen Schikanen ausgesetzt. Es wurden Nummernschilder notiert und Personenkontrollen durchgeführt. Die Einsatzkräfte hielten sich von 8.00 bis 14.00 Uhr auf dem Wohngelände und somit in der Privatsphäre der BewohnerInnen auf.Während dieser Zeit war ein freies und ungezwungenes Bewegen im eigenem Zuhause nicht mehr möglich. Auf anschließende Fragen von Gemeinderatsfraktionen wie das zurechtfertigen sei weicht die Stadt nun aus.
Was sollen wir da noch sagen außer:

Wir fordern die Akzeptanz und die Bereitschaft einer dauerhaften Lösung für Wagenleben in Freiburg, in Berlin und überall… Für freie Wahl der Wohnform!!!
Legt uns keine Steine in den Weg sonst überlegen wir uns was wir damit machen…
Grüße an Rummelplatz nehmt Euch was Ihr braucht und lasst Euch nicht vertreiben…

Alles Gute für Euch aus Freiburg


    -Wagengruppe „Kommando Rhino“, Freiburg

Wagenleben ist nicht mehr wegzukriegen!
Auch in Freiburg geht’s weiter!
Vor mehr als 4 Mo­na­ten wurde der Wa­gen­platz Kom­man­do Rhino in der Vau­ban mit Po­li­zei­ge­walt ge­räumt. Die Leute wur­den ver­trie­ben und muss­ten auf der Stra­ße Stell­plät­ze für ihre Wägen fin­den. Durch einen enor­men Re­pres­si­ons­auf­wand, Wa­gen­durch­su­chun­gen ohne Durch­su­chungs­be­fehl, Be­schlag­nah­mun­gen, Über­wa­chung, Po­li­zei­be­su­che, Per­so­nen­kon­trol­len auf der Stra­ße und mehr wur­den die Mög­lich­kei­ten, öf­fent­lich­keits­wirk­sam zu ar­bei­ten, mas­siv ein­ge­schränkt. Der Platz wurde zer­stört. Rhino wird in die­ser Form na­tür­lich nicht mehr exis­tie­ren, wie die BZ nach über 4 Mo­na­ten weit­sich­tig fest­stellt. Die Ba­di­sche Zei­tung schreibt je­doch nicht über den kras­sen re­pres­si­ven Druck der Stadt Frei­burg und ihrer Exe­ku­tiv­or­ga­ne. Das Kol­lek­tiv Kom­man­do Rhino wird für auf­ge­löst er­klärt und es mag der einen oder dem an­de­ren so vor­kom­men, als habe sich das Thema von selbst er­le­digt.
Doch die Rhi­nos und nicht nur diese sind noch da und haben sich be­wusst für diese Wohn­form ent­schie­den. Sie ste­hen jetzt an Stra­ßen­rän­der, auf Park­plät­zen und über­all dort, wo sich halt was fin­den lässt. Wäh­rend­des­sen lie­gen wei­ter­hin Ge­län­de brach, sind teils noch nicht ein­mal im Be­bau­ungs­plan für 2020 ge­lis­tet und fris­ten ein trost­lo­ses Da­sein. Und das in einer Stadt, in der Wohn­raum knapp ist, Ver­wer­tungs­in­ter­es­sen die Mie­ten in Re­kord­hö­hen jagen und Stu­dis zu Se­mes­ter­be­ginn in die Turn­hal­len zie­hen. Die Ge­län­de sind ge­nau­so vor­han­den wie Men­schen, die auf sie zie­hen wür­den.
Die Uto­pi­en auf einen, zwei, viele selbst­ver­wal­te­te Wa­gen­plät­ze sind in den Köp­fen ge­blie­ben, die Wägen wur­den nur ge­zwun­gen­der­ma­ßen in alle Him­mels­rich­tun­gen ver­teilt. Neue Grup­pen haben sich auf­ge­tan, so­li­da­ri­sche Grup­pen, Men­schen und Häu­ser haben für eine Zeit hier und da ein Plätz­chen ge­schaf­fen. Auch au­ßer­halb der Wägen bleibt das Thema nicht un­ver­ges­sen, der Runde Tisch ar­bei­tet wei­ter an Lö­sun­gen und an der Ak­zep­tanz des Wa­gen­le­bens. Wa­gen­le­ben ist aus Frei­burg nicht mehr weg­zu­krie­gen, es hält nur mo­men­tan sei­nen po­li­zei­lich er­zwun­ge­nen Win­ter­schlaf.
In die­sem Sinne wün­schen wir uns ein fro­hes Er­wa­chen, ein er­eig­nis­rei­ches Jahr 2012 und dass zu Weih­nach­ten viel­leicht doch noch was vom Him­mel fällt.
Jetzt erst recht!
Wa­gen­le­ben ist aus Frei­burg nicht mehr weg­zu­krie­gen!
Für 1,2, viele Wa­gen­plät­ze!

Aufruf der „Wagengruppe Rummelplatz“ zum Aktionstag » access all areas « in Berlin.

Jeder Rummel braucht seinen Platz. Für mehr Wagenplätze und unkommerzielle Freiräume.

Die Wagengruppe Rummelplatz ruft zur Beteiligung am Aktionstag „access all areas“ gegen kapitalistische Stadtumstrukturierung und Gentrifizierung auf.
Dies steht in direktem Bezug zu den Aufruf der Kampagne „Flora bleibt unverträglich“ (1).
Nach der Kündigung des Pachtvertrages (2) und der darauf folgenden Besetzung (3) steht der Rummelplatz wieder auf der Straße. Wie viele andere Projekte, sind auch wir gezwungen, neuen Raum zu finden, um weiterhin ein selbstbestimmter, unkommerzieller Freiraum in Berlin zu sein. Die vom Senat getroffene politische Entscheidung die Besetzung in der Hauptstraße 3 zu räumen, statt mit uns in einen Dialog zu treten, stellt für uns in keiner Weise eine Lösung der aktuellen Situation dar. Neben steigenden Mieten, Räumungen selbstbestimmter Projekte, wie beispielsweise der Liebig 14 oder dem Linienhof, wird die Realisierung nicht normativer, emanzipatorischer Ideen immer schwieriger bzw für unmöglich erklärt. Das nehmen wir so nicht hin! Wir fordern eine politische Lösung, die statt Konsum und Konkurrenz ein Leben in Selbstbestimmung in Form von Wagenplätzen, Hausprojekten, Nachbarschaftstreffen, Umsonstläden etc ermöglicht. Eine gesellschaftskritische Auseinandersetzung sollte die Grundlage bieten für den Kampf gegen die herrschenden Verhältnisse.

Um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen rufen wir auf, die Wagendemo und Straßenparade am 17.12.2011 zu Fuß, auf Rädern, mit Transparenten, Soundsystemen und Parolen, motorisiert oder unmotorisiert mitzugestalten.

17.12.2011, 15 Uhr, Markgrafendamm/ Persiusstraße

Für die Enteignung des Privaten und die Aneignung des Öffentlichen!
Freiräume schaffen!
Wagenplätze jetzt!

Die Route wird noch bekannt gegeben, damit ihr nach der 13.00 Uhr Demo vom Hermannplatz (Neukölln) >>gegen Polizeigewalt, Nazis und Faschisten< < der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh e.V. noch dazukommen könnt.

Offenes Plenum @ Kadterschmiede
Die Wagengruppe Rummelplatz lädt alle Interessierten und Supporter_Innen zu einem offenen Plenum ein. Im Vordergrund soll die Vorbereitung der Wagendemo „access all areas“ am 17.12. stehen. Poster und Flyer können dort direkt mitgenommen werden. Außerdem Aktuelles bezüglich der Situation des Rummelplatzes. Donnerstag, 15.12.2011 ab 18.00 Uhr, Rigaerstr.94, F-Hain

Für Infos und Kontakt check: rummelplatz.blogsport.de
Aufruf zum Aktionstag:
Hier! english | français | español | deutsch

(1) florableibt.blogsport.de
(2) http://de.indymedia.org/2011/11/320801.shtml
(3) http://de.indymedia.org/2011/11/321020.shtml

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Letzte Infos zu „Access all Areas“ in Berlin.
Abgelegt unter: Allgemein

    Letzte Infos zu „Access all Areas“ in Berlin.


Hier die aktuellen Informationen zur Wagendemo/Parade gegen Kapitalistische Stadtumstrukturierung und Gentrifikation.

Die Veranstaltung ist angemeldet.
Bisher gibt es keine Auflagen seitens der Polizei.

Die angemeldete Route:
15.00 Markgrafendamm- Persiusstrasse- Modersohnstrasse- Gärtnerstrasse- Grünbergerstrasse- Colbestrasse- Frankfurter Allee- Voigtstrasse- Rigaerstrasse- Proskauerstrasse- Frankfurter Allee- Petersburgerstrasse- Bersarin Platz- Rigaerstrasse- Liebigstrasse- Richard Ermisch Strasse- Rinderauktionshalle

Wenn ihr von den anderen an dem Tag stattfindenden Demos (z.B. der „Break the Silence Demo“) dazukommen möchtet dann seid ihr Herzlich Willkommen.

im Anschluß an die Demo gibt es einen Rave am „alten Schlachthof“, Rinderauktionshalle, mit Dj´s, Liveset´s ect.
sowie Vokü auf dem Wagenplatz Scheffelstrasse(Nr.21), vegan, überdacht und warm.

Bitte beachten:
wenn ihr an der Wagendemo mit euren Fahrzeugen teilnehmen möchtet, es werden Brücken mit 3,80m Durchfahrtshöhe durchfahren (Aktuelle Ergänzung: Route wurde geändert es gibt keine Brücken mehr!!!). Treffpunkt für Fahrzeuge ist 14.30 Uhr, Markgrafendamm/ Persiusstrasse (Lidl Parkplatz), späteres dazukommen erwünscht. Fahrer_innen sollten nüchtern sein & alle nötigen Papiere vorweisen können. Ob es Ausnahmen bzgl. Umweltplakette gibt ist bisher unklar.

Kontakt: wagengruppe-rummelplatz(at)gmx.de

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Access all areas!!!
Aufruf zum Aktionstag- 17.12.2011 » access all areas «

    Aktionstag gegen kapitalistische Stadtentwicklung und Gentrifizierung

    Städte sind weltweit Schauplatz ökonomischer Zwänge und repressiver Politik. Gleichzeitig sind sie umkämpfte Orte, die bestimmt sind von Auseinandersetzungen um Selbstbestimmung und Teilhabe. Wir erleben derzeit an vielen Orten Krisen, soziale Proteste und neue Bewegungen. Um diese Konfliktlinien auf dem Terrain der Stadt zu vervielfältigen, findet am Samstag, den 17. Dezember 2011 ein Aktionstag gegen kapitalistische Stadtentwicklung und Gentrifizierung statt. Dieser soll ein regionales und internationales Ereignis schaffen, das überall dort seinen Ort hat, wo ihr kämpft und lebt und euch solidarisch auf besetzte Projekte wie die Rote Flora bezieht.

    Rote Flora verteidigen!

    Als besetztes, autonomes Zentrum ist die Rote Flora in Hamburg seit über 20 Jahren Ausgangspunkt politischer Interventionen, Treffpunkt politischer Gruppen sowie unkommerzieller Ort für Partys, Veranstaltungen und Selbsthilfe. Derzeit ist sie erneut von Verkauf und Räumung bedroht, nachdem der formalrechtliche Eigentümer angekündigt hat, die Immobilie gewinnbringend veräußern zu wollen. In Anbetracht eines möglichen Räumungsszenarios wollen wir bereits im Vorfeld Widerstand auf allen Ebenen entwickeln.

    Bei der Verteidigung der Flora setzen wir nicht auf Verhandlungen, Verträge oder sogenannte Beteiligungsverfahren. Im Zentrum der gegenwärtigen und kommenden Auseinandersetzungen steht die Unverträglichkeit des Projekts: Es geht um die Stärkung der Flora als politischer Störfaktor, der sich offensiv in aktuelle gesellschaftliche Konflikte einmischt und den Normalbetrieb kapitalistischer Stadtentwicklung durchkreuzt.

    In den letzten Monaten gab es Solidaritätsveranstaltungen, Aktionen und eine überregionale Demonstration mit über 5000 Menschen. Unter dem Motto „Stadt selbst machen“ wurde dort der Kampf um die Flora mit dem Kampf um Recht auf Stadt verbunden. Im Mittelpunkt stand die Verbindung lokaler Konflikte in der Perspektive einer Vergesellschaftung von Stadt. Ein solidarischer Begriff von Gesellschaft, der das Lokale und das Globale zusammendenkt und der Logik von Staat und Privateigentum eine selbstbestimmte Praxis entgegensetzt.

    In ihrem Begehren nach Unverträglichkeit und Aneignung ist die Rote Flora Teil vielfältiger Bewegungen, die sich überall entwickeln, wo Menschen sich kritisch gegen die scheinbare Unausweichlichkeit kapitalistischer Sachzwänge organisieren.

    Für die Aneignung des Lebens und der städtischen Räume

    Besetzte Räume sind für uns Schwarze Löcher in der Eigentumsordnung: Sie gehören niemandem außer denen, die sie aktiv nutzen. Zugleich wissen wir um unsere Eingebundenheit in gesellschaftliche Macht- und Ungleichheitsverhältnisse; auch wir sind Teil einer beständigen Produktion von Waren, Werten und Konsumbedürfnissen. Doch eben dieser Ausgangspunkt, mitten in den Verhältnissen, ermöglicht es, diese von innen heraus zu sabotieren, um Mitmachzwang und Unterdrückung mit kollektiven Prozessen der Subversion und Aneignung zu begegnen.
    Die Städte, die Häuser, die Dinge und Ideen werden im Kapitalismus zu Waren gemacht. Für uns sind sie Teil eines Gemeinsamen, welches durch uns alle geschaffen worden ist und folglich auch allen zusteht. Das Ziel emanzipatorischer Aneignung ist nicht individuelle Bereicherung, sondern Enteignung zur kollektiven Umverteilung – und damit die Aneignung eines Lebens jenseits von Normen, Zwängen und dem Elend der Lohnarbeit. Diese Auseinandersetzungen finden in den Metropolen ebenso wie in der Peripherie und ländlichen Räumen statt.

    Ein Tag der Theorie und Praxis sozialer Kämpfe

    Der Aktionstag soll Ausdruck, Kristallisationspunkt und Vernetzung dieser lokalen und doch grenzüberschreitenden Kämpfe sein. Wir wollen die überall stattfindenden Auseinandersetzungen aufeinander beziehen und als allgemeinen politischen Konflikt im Gefüge der kapitalistischen Gesellschaft sichtbar machen, ohne sie zu vereinheitlichen. Umgekehrt gewinnen durch diese Bezugnahme auch die jeweils lokalen Kämpfe an Stärke und politischem Gewicht, verschieben die Kräfteverhältnisse. So ist es für uns ein konkretes Ziel des Aktionstages, uns selbst, aber auch möglichen Investor_innen und den politisch Verantwortlichen einen Eindruck des überregionalen und internationalen Widerstands zu vermitteln, mit dem z.B. im Falle eines Angriffs auf die Rote Flora zu rechnen ist.

    Wir fordern alle auf, zum Aktionstag am 17. Dezember 2011 allerorts vielfältig aktiv zu werden, lokale Konflikte aufzugreifen und eure Kämpfe vor Ort mit dem Kampf um das politische Projekt Flora zu verbinden!

    Mögliche Anknüpfungspunkte sind für uns unter anderem: Die Aneignung und Verteidigung selbstbestimmter Projekte und die Vergesellschaftung umkämpfter Räume. Der Protest gegen Gentrifizierung und neoliberale Privatisierung, gegen Repression und die Vertreibung unerwünschter Bevölkerungsgruppen, gegen rassistische Polizeikontrollen und Abschiebungen. – Der Aktionstag bietet Raum für vielfältige Interventionsformen: Schöpft aus dem Repertoire sozialer und politischer Bewegungen oder lasst euch etwas ganz Neues einfallen. Macht euch selbst zum Ausgangspunkt, seid künstlerisch und direkt, nachdenklich und zornig, heimlich und laut, unberechenbar und entschlossen!

    Gentrifizierung sabotieren – besetzte Projekte vervielfältigen!
    Für die Enteignung des Privaten und die Aneignung des Öffentlichen!
    Faschismus, Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und Sexismus bekämpfen!

    Kampagne „Flora bleibt unverträglich“

    Infos:
    Für Vernetzung, Fragen und Anregungen: flora-bleibt@nadir.org

17th of December »Access all areas «


    Day of action against capitalist urban development and gentrification

    Cities are the location of economical constraints and repressive policies all over the world. But at the same time they are contested areas characterised by the fight for self-determination and participation. Presently, we are experiencing crises, social protests and new movements. In order to multiply these conflict lines on the city’s terrain, a day of action against capitalist urban development and gentrification is going to take place. The action day is to create an event which has its place wherever you are fighting and living and relating to squatted projects like Rote Flora in solidarity.

    Defend Rote Flora!

    A squatted autonomous centre, the Rote Flora in Hamburg has been the point of origin of political intervention and a meeting place for political groups as well as a non-commercial location for parties, events and self-help for more than 20 years. Currently, the project is once again threatened by sale and eviction due to the formal owner’s announcement to sell the property profitably. In consideration of a possible eviction scenario, we intend to develop resistance at all levels beforehand.

    In order to defend Rote Flora, we are not relying on negotiations, agreements or so-called participation models. The focus of current and prospective conflicts is on the project’s disagreeability: We aim at the empowerment of the Flora as a politically disturbing factor which is intervening proactively in recent social conflicts and crossing the “business as usual” of capitalist urban development. In recent months, solidarity events, various actions and an inter-regional demonstration mobilising more than 5000 people were taking place. In keeping with the slogan “Do city yourself” the struggle for Rote Flora has been linked to the fight for a right to the city. The focus was on the interconnection of local conflicts in the perspective of a socialisation of the city: A solidary notion of society which is co-thinking the local and the global and is contrasting the logic of the state and private ownership with self-determined practise.

    With its desire for disagreeableness, Rote Flora is part of manifold movements developing in every space where there are people self-organising critically against the apparent inevitability of capitalist constraints.

    For the appropriation of life and urban space

    In our view, squatted spaces are black holes in the order of ownership: They don’t belong to anyone but to the people using them actively. On the other hand, we are aware of our embeddedness in social power and inequality relations. We are part of an incessant production of goods, values and consumption needs. But exactly this starting point in the midst of given conditions enables us to sabotage those circumstances from within in order to confront oppression and the compulsion to participate with collective processes of subversion and appropriation.

    In capitalism, cities, houses, things and ideas are turned into commodities. From our perspective, they are part of the common wealth created by all and consequently all are entitled to them. The objective of appropriation isn’t individual enrichment but expropriation resulting in collective re-distribution – an appropriation of a life beyond norms, constraints and the misery of wage labour. These struggles are taking place in metropolises as well as in peripheries and rural spaces.

    A day of theory and practice of social struggle

    The international day of action is to be an expression, a point of focus and an interconnection of these local but border-crossing fights. We aim at relating these ubiquitous struggles to each other and visualising them as a general political conflict in the fabric of capitalist society without standardising them. On the other hand, local struggles are reinforced by this reference, gain strength and political weight, shift power structures. Consequently, it’s a specific objective of the day of action to convey an impression – to ourselves, but as well to potential investors – of the inter-regional and international resistance which will occur in case of e.g. an attack on Rote Flora.

    We are calling all to take action everywhere at 17th of December 2011, to pick up local conflicts and to connect your local struggles with the fight for the political project Rote Flora!
    In our view, possible links are – among others – the appropriation and defence of self-determined projects and the socialisation of contested spaces, protest against gentrification and neo-liberal privatisation, against repression and displacement of undesirable population groups, against racist police checks and deportation. – The day of action provides an opening for various forms of intervention. Draw on the experience of social and political movements or think of something else entirely. Make yourselves the point of origin, be artistic and forthright, contemplative and angry, secretive and noisy, unpredictable and resolute!

    Sabotage gentrification – defend squatted projects!

    For expropriation of private and appropriation of public assets!

    Fight fascism, racism, anti-Semitism, homophobia and sexism!

    Kampagne „Flora bleibt unverträglich“ – campaign „Flora remains disagreeable*“

    Information:
    Networking, questions and suggestions: flora-bleibt@nadir.org

    *disagreeable means both being bad for the system and refusing to enter into any agreement

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17 décembre 2011 » access all areas «

    journée d’action internationale contre le développement urbain capitaliste et la gentrification

    Dans le monde entier, les villes concentrent les contraintes économiques et la politique répressive. En même temps, elles sont des lieux très disputés, déterminés par les confrontations autour de l’autodétermination et de la participation. Nous sommes actuellement face à des crises, des protestations sociales et des nouveaux mouvements un peu partout. Afin de multiplier ces lignes de conflit sur le terrain de la ville, une journée d’action contre le développement urbain capitaliste et la gentrification a lieu le samedi 17 décembre. L’objectif en est de créer un événement régional et international ayant lieu partout où vous luttez et vivez et où vous vous référez de manière solidaire aux projets occupés comme la Rote Flora à Hambourg (Allemagne).

    Défendons la Rote Flora !

    En tant que centre occupé et autonome, la Rote Flora à Hambourg est autant un point de départ de manifestations et d’interventions politiques qu’un lieu non-commercial pour des fêtes, des réunions et d’aide à soi-même ainsi qu’un lieu de rencontre de groupes politiques. En ce moment, elle est menacée de vente et d’évacuation, après que le propriétaire formel a annoncé de vouloir céder l’immeuble de manière profitable. Étant donné la possibilité d’un scenario d’évacuation, nous voulons déjà d’avance développer une résistance sur tous les niveaux.

    Pour la défense de la Rote Flora, nous ne comptons pas sur des négociations, des contrats ou des modèles soi-disant participatifs. L’insociabilité du projet est au centre des confrontations présentes et futures : il s’agit de renforcer la Flora en tant que facteur politique dérangeant se mêlant activement dans des conflits sociaux actuels et désorganisant la normalité du développement urbain capitaliste.
    Ces derniers mois, il y a eu des soirées de soutien, des actions et une manifestation supra-régionale avec plus de 5000 participants. Sous le mot d’ordre « Faire la ville soi-même », la lutte pour la Flora y a été liée à la lutte pour le droit à la ville. Il s’agissait de créer des liens entre les conflits locaux dans la perspective d’une socialisation de la ville. Une notion solidaire de société dans laquelle, le local et le global sont pensés ensemble et une praxis autodéterminée est opposée à l’État et à la propriété privée.

    La Rote Flora, dans son désir d’insociabilité, fait partie de mouvements divers qui se développent partout où les gens se rencontrent de manière critique et s’organisent dans le quotidien contre l’illusion de la fatalité capitaliste.

    Pour l’appropriation de la vie et de l’espace urbain

    Pour nous, des espaces occupés constituent des trous noirs dans l’ordre de la propriété : ils n’appartiennent à personne, hormis à ceux qui s’en servent activement. En même temps, nous sommes conscients de notre implication dans les rapports sociaux de pouvoir et d’inégalité ; nous aussi, nous faisons partie d’une production continuelle de marchandises, de valeurs et de besoins de consommation. Or, précisément ce point de départ, au milieu des rapports, donne la possibilité de les saboter de l’intérieur afin d’opposer à la contrainte de participation et à l’oppression des processus collectifs de subversion et d’appropriation.

    Dans le capitalisme, les villes, les maisons, les choses et les idées sont transformées en marchandises. Pour nous, elles font partie d’un ensemble créé par nous tous et appartenant donc à nous tous. Pour nous, l’objectif de l’appropriation n’est pas l’enrichissement individuel, mais l’expropriation destinée à la redistribution collective – une réappropriation des choses et ainsi une appropriation de la vie au-delà des normes, des contraintes et de la misère du travail salarial. Ces confrontations ont lieu tout autant dans les métropoles que dans la périphérie et les espaces ruraux.

    Une journée de théorie et de praxis de luttes sociales

    L’objectif, c’est de faire de cette journée d’action l’expression, le point de cristallisation et le réseautage de ces luttes locales dépassant néanmoins les frontières. Nous voulons faire converger les confrontations ayant lieu partout et les rendre visibles en tant que conflit politique général à l’intérieur des structures de la société capitaliste sans les homogénéiser. Grâce à cette convergence, les luttes locales respectives gagnent en force et en poids politique, ce qui modifie les rapports de force. Ainsi, un objectif concret de la journée d’action pour nous, c’est de donner une impression à nous-mêmes, mais aussi aux investisseurs potentiels et aux responsables politiques, de la résistance supra-régionale et internationale à laquelle il faut par exemple s’attendre en cas d’une attaque sur la Rote Flora.
    Pour la journée d’action le 17 décembre 2011, nous appelons tout le monde à s’activer de manière diverse un peu partout, à saisir les conflits locaux et à les lier au projet politique Flora !

    Pour nous, des liens potentiels peuvent être faits par rapport aux thématiques suivantes : l’appropriation et la défense de projets autodéterminés et la socialisation d’espaces très disputés. La protestation contre la gentrification et la privatisation néolibérale, contre la répression et le refoulement des parties indésirables de la société, contre les contrôles policiers racistes et les déportations. La journée d’action offre la possibilité d’intervenir dans des formes diverses : puisez dans le répertoire de mouvements sociaux ou politiques ou faites quelque chose de tout à fait nouveau. Prenez vous-mêmes en tant que point de départ, soyez artistiques et directs, pensifs et enragés, clandestins et forts, imprévisibles et déterminés !

    Sabotons la gentrification – multiplions les projets occupés !
    Pour l’expropriation du privé et l’appropriation du public !
    Luttons contre le fascisme, le racisme, l’antisémitisme, l’homophobie et le sexisme !

    Campagne « Flora reste insociable »

Info:

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17 de Diciembre » access all areas «

    Día de acción contra el desarrollo del capitalismo urbano y la gentrificación

    Las ciudades son el punto clave de las limitaciones económicas y las políticas represivas a nivel mundial. Pero al mismo tiempo son áreas contestatarias caracterizadas por la lucha por la autodeterminación y la participación. Actualmente, estamos experimentando crisis, protestas sociales y nuevos movimientos. De cara a multiplicar estas formas de protesta en el terreno urbano, vamos a llevar a cabo un día de acción contra el desarrollo capitalista urbano y la gentrificación. El Día de Acción supone crear un evento en el lugar donde estés luchando o viviendo y relacionarlo con el proyecto okupado de Rote Flora en solidaridad con su situación actual.

    ¡Defendamos Rote Flora!
    Un proyecto autónomo okupado, la Rote Flora en Hamburgo, ha sido el punto de partida de intervención política y lugar de encuentro para grupos políticos así como ubicación no comercial para fiestas, eventos, y autogestión durante más de 20 años. Actualmente, el proyecto está de nuevo bajo amenaza de venta y desalojo debido al anuncio oficial del dueño de querer beneficiarse con su venta. Teniendo en cuenta el posible desalojo, estamos intentando desarrollar de antemano una resistencia a todos los niveles.
    Para defender Rote Flora no estamos confiando en negociaciones, acuerdos o también llamados modelos participativos. El foco de los proyectos actuales y futuros se basa en la molestia que provoca el proyecto: reclamamos Rote Flora como un factor político que está interviniendo de forma proactiva en conflictos sociales recientes y truncando la especulación habitual del desarrollo urbano capitalista.
    En los últimos meses hemos organizado eventos solidarios, acciones varias y una manifestación inter regional que movilizó a más de 5000 personas. De acuerdo con el eslógan “haz tuya la ciudad”, la lucha por Rote Flora ha estado ligada a la lucha por el derecho a la ciudad. El foco se basó en la interconexión de conflictos locales que reclaman una socialización de la ciudad: una solidaria noción de la sociedad que piensa tanto en lo local y lo global y que contrasta la lógica de la propiedad estatal y privada frente a prácticas autogestionadas.
    Con su deseo de molestar, Rote Flora forma parte de varios movimientos que se están desarrollando en cualquier espacio donde haya gente autoorganizándose de forma crítica contra la inevitabilidad aparente de las limitaciones capitalistas.

    Por la apropiación de la vida y el espacio urbano

    “¡Combinemos la apropiación de espacios y recursos con la defensa de los barrios céntricos en contra de la demolición!. ¡Combinemos iniciativas de personas sin techo con la resistencia en contra de los desalojos! ¡Reforcemos las iniciativas de los inquilinos con campañas de okupación! ¡Conectemos a los oponentes de la degradación ambiental con las luchas de inmigrantes por su derecho a residencia! ¡Aumentemos el espacio de acción de la desobediencia civil con acciones artificiales y militantes, inteligentes y simbólicas, virtuales y directas!.
    Tesis del congreso “Derecho a la ciudad” en junio de 2011 en Hamburgo.

    Desde nuestro punto de vista, los espacios okupados son agujeros negros dentro del concepto de propiedad privada: no pertenecen a nadie sino a la gente que los usa activamente. Por otra parte, somos conscientes de nuestro arraigo en el poder social y las relaciones desiguales.

    Con su deseo de molestar y cuestionar, Rote Flora forma parte de diversos movimientos que se están desarrollando en cualquier lugar donde hay gente que se reúne de forma crítica y se autoorganiza en la vida cotidiana para luchar contra la inviabilidad del capitalismo. Somos una imagen del futuro, pero simultáneamente somos parte del presente que nos impregna y corrompe constantemente. La dominación no se ejerce exclusivamente desde arriba sino también desde nosotros mismos. No sólo desde el ámbito externo sino también de la comprensión interna y de la activación del impulso de participar en el país capitalista de las maravillas. Somos parte de una incesante producción de bienes, valores y necesidades de consumo. Precisamente esta situación de la que partimos nos incapacita para sabotear y atacar estas circunstancias. Contrarrestando la destructividad de la opresión con procesos colectivos de emancipación y subversión, creando fricciones temporales, ocupando huecos del sistema y vacíos y reinventándonos constantemente.

    En el capitalismo, ciudades, casas, cosas e ideas se vuelven comodidades. Desde nuestra perspectiva son parte de la riqueza común creada por todas y consecuentemente, son nuestro derecho. El objetivo de la apropiación no es el enriquecimiento individual sino la expropiación resultante de la redistribución colectiva. Una apropiación de una vida más allá de las normas, restricciones y la miseria del trabajo asalariado. Estas luchas están teniendo lugar en metrópolis pero también en la periferia y los espacios rurales.

    Un día de teoría y práctica de la lucha social

    El día de acción internacional pretende ser una expresión, un punto clave para conectar estas luchas locales sin fronteras. Nuestro objetivo es poner en relación estas luchas para visualizarlas como un conflicto político general creado por la fábrica de la sociedad capitalista sin estandarizarlas. Por otra parte, las luchas locales ganan fuerza y peso político, cambian estructuras de poder. Consecuentemente, es un objetivo específico del día de acción internacional dar la impresión- a nosotras mismas, pero también a los inversores potenciales- de la resistencia local e internacional que tendría lugar en caso de cualquier ataque a Rote Flora.

    Estamos convocándoos a todas para pasar a la acción el día 17 de diciembre, para que elijáis conflictos locales y conectar vuestras luchas con la lucha del proyecto de Rote Flora. Creemos que algunos de los vínculos posibles (entre otros) podrían ser la apropiación y defensa de proyectos autogestionados y la socialización de espacios reclamados, protestas en contra de la gentrificación y la privatización neoliberal, contra la represión y el desplazamientos de grupos de población no deseados, contra los controles policiales racistas y la deportación. El día de acción proporciona un amplio abanico de formas de intervención. Recurrid a vuestra experiencia en movimientos políticos y sociales o pensad en algo completamente nuevo. ¡Haced de vosotras mismas el punto de partida, sed artísticas y directas, contemplativas y combativas, secretas y ruidosas, impredecibles y decididas!.

    Un día de acción, e internacional en particular, sólo tiene sentido cuando es apoyado por muchas. Por ello, solicitamos que difundáis la llamada a este día de acciones y nos informéis si queréis formar parte activa o contribuir mediante críticas o sugerencias.

    ¡Saboteemos la gentrificación-defendamos los espacios okupados!
    ¡Por la expropiación de lo privado y la apropiación de lo público!
    ¡Lucha contra el fascismo, el racismo, el antisemitismo, la homofobia y el sexismo!

Campaña Flora continúa molestando

Información:
Contacto: flora-bleibt@nadir.org

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